925er Silber - Sterling Silber



925er Silber ist aus 92,5% Silber und 7,5% anderen Metallen legiert, vorwiegend kommt Kupfer zum Einsatz. Das Silber mit dem Feingehalt 925/1000 wird als Sterlingsilber bezeichnet, weil frühere englische Silberpennies (Sterlinge) so legiert waren. "Sterling" wiederum leitet sich etymologisch von "easterling" ab, also östlich herstammend. Die ersten Pennies wurden im frühen Mittelalter als Pfennigmünzen vom (östlich von England gelegenen) europäischen Festland eingeführt, ihre Bezeichnung als Sterlinge wanderte dann von England aus auf den Kontinent zurück und findet sich beispielsweise auch im französischen Sprachgebrauch etwa bis zum Jahr 1200.





925er Silberpreise (aktuelle Börsenkurse) vom 23.11.2017 um 21:35 Uhr



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925 Silber0,4313,29427,40
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Der Silberpreis der verschiedenen Legierungen wird börsentäglich von 9:00 - 20:00 minütlich aktualisiert. Mit F5 können Sie die aktualisierten Kurse aufrufen - Alle Kurse ohne Gewähr.

Verwendung von 925er Silber



Das Sterlingsilber ist die heute am häufigsten verwendete Legierung bei modernem Tafelsilber (Bestecks), bei Schmuck, in einigen Fällen bei Münzen, Pokalen, Querflöten und Leichtmetalllackierungen etwa für Felgen. Der Vorteil von 925er Silber gegenüber reinem Silber ist die höhere Widerstandsfähigkeit, gegenüber 800er oder 835er Silber wiederum läuft es wesentlich weniger an. Ganz vor Anlaufen ist es allerdings nicht sicher, es bedarf der entsprechenden Pflege.
Legierung 925er Silber - Sterling Silber
Sterling Silber die meist verwendete Legierung für Tafelsilber
Der Unterschied in der Härte fällt gegenüber Feinsilber nicht allzu hoch aus, die Legierung hat noch einen anderen Hintergrund. Wenn reines Silber geschmolzen wird, nimmt es bis zu 20 Mal mehr Sauerstoff auf, als sein Eigenvolumen am Schmelzpunkt beträgt. Der aufgenommene Sauerstoff lässt Reinsilber beim Erstarren dann aufreißen (spratzen), was durch eine Kupferzugabe ganz wesentlich reduziert wird.

Viele Sammlermünzen bestehen aus Sterlingsilber, das über ein Jahrtausend die Münzherstellung dominierte, um einen einheitlichen Standard zwischen einzelnen Staaten zu schaffen und damit den grenzüberschreitenden Handel zu erleichtern. Moderne Anlagemünzen werden freilich nahezu durchweg aus Feinsilber 999/1000 geprägt. Wer ältere Münzen aus Sterlingsilber besitzt, kann versuchen zu ermitteln, ob diese einen Sammlerwert aufweisen, dann wäre es ein Fall für die Numismatik. Ansonsten nehmen Scheideanstalten älteren Münzen zum Silberpreis an. Die Münze Österreich prägte von der zweiten Hälfte des 19. bis ins 20. Jahrhundert beispielsweise millionenfach Silberschillinge, aber auch Maria-Theresia-Taler, die heute teilweise Sammlerwert haben. In der Schmuckherstellung kommt Sterlingsilber ebenfalls zum Einsatz, denn die Schmuckstücke können durch den geringeren Preis gegenüber Gold wesentlich größer ausfallen. Sie strahlen dabei ein ganz eigenes Flair aus und können teilweise vergoldet sein. Erkannt werden sie durch die Punzierung als 925er Silber, sie schimmern zudem durch das enthaltene Kupfer leicht rötlich. Auch Silbermedaillen im Sport können aus 925er Silber bestehen. Ein Anlaufen von Sterling Silber ist durch einen Rhodiumüberzug zu verhindern.

Pflege von 925er Silber



Mit einer entsprechenden Pflege können Schönheit und Charakter von 925er Silber erhalten werden, denn es läuft in salzhaltiger Luft und unter schwefelhaltigen Produkten wie Gummi und manchen Papiersorten an. Regelmäßig verwendetes 925er Silber ist hiervon weniger betroffen. Sollten Bestecks aus Sterlingsilber gewaschen werden, nimmt man hierzu ein mildes Reinigungsmittel und lauwarmes Wasser, unmittelbar nach dem Waschen ist das Silber dann zu polieren. Keinesfalls sollten Besitzer von 925er Silber dieses zum Aufweichen ins Wasser legen, es könnte korrodieren. Zum Polieren empfehlen sich Poliertücher mit speziellen Silberreinigungsmitteln, von Tauchbad-Polituren wird wegen ihrer Aggressivität abgeraten. Auch die hier und dort erwähnte Elektrolytreinigung mit Aluminiumfolie, Natron und Salz ist nicht zu empfehlen. Vielmehr erfolgt eine Politur mit einem weichen Tuch in Längsrichtung, danach ist das 925er Silber trocken und weich gelagert aufzubewahren.