Silberpreis Entwicklung



Die Silberpreis Entwicklung weist über sehr lange historische Zeiträume - Jahrhunderte und Jahrtausende - ähnliche Schwankungen wie die Goldpreisentwicklung auf, welche Anleger verinnerlichen sollten. Gold und Silber waren in Europa am teuersten vor der Entdeckung Südamerikas durch Christoph Kolumbus (1495), die Höchststände gab es etwa zwischen 1470 bis 1490. Diese Preise im Verlaufe der Silberpreis Entwicklung werden durch historische Interpolationen ermittelt, indem alte Grundbücher zurate gezogen werden und man ermittelt, wie viele Gold- oder Silbertaler die Menschen in früheren Jahrhunderten für einen Quadratmeter urbanes Land (heute: Bauland) ausgaben. Auch lassen sich fiktive Warenkörbe für frühere Jahrhunderte aufstellen. Während der Goldpreis im Herbst 2011 den historischen Höchststand von etwa 1475 - 1480 überflügelte, ist Silber weit davon entfernt.

Silberpreis Entwicklung über ein halbes Jahrtausend



Im Jahr 1477 dürfte eine Feinunze Silber nach heutigem Geld 806 Dollar gekostet haben (Herbst 2011: um 50 Dollar), den tiefsten Preisstand erreichte das Silber im vergangenen halben Jahrtausend im Jahr 1971 mit 1,28 Dollar pro Feinunze. Ein Hoch vor dem Herbst 2011 erreichte Silber im Jahr 1980 mit etwas über 40 Dollar pro Feinunze, damals hatten die Spekulanten Hunt, ein Brüderpaar, weltweit 100 Millionen Unzen Silber eingekauft und eine Spekulationsblase verursacht, die gemeinsam mit der Blase im Gold zu Beginn der 1980er Jahre platzte. Damals zeigte sich, wie sehr die Silberpreis Entwicklung an die des Goldpreises gekoppelt ist: Der Goldpreis war nach der Aufgabe der Dollar-Goldpreisbindung (und des Bretton-Woods-Systems) Mitte der 1970er Jahre gestiegen und ab 1981 gestürzt, Silber folgte wie immer dem großen Bruder, obgleich die vorherigen Blasen beider Edelmetalle scheinbar nichts miteinander zu tun hatten. Doch der Eindruck könnte täuschen: In Wahrheit hatten die Hunts sehr genau den Goldpreis beobachtet und dann auf den kleinen Bruder Silber gesetzt, bevor jemand anderes auf diese Idee kommt. Als die Blase zu platzen drohte, verkauften sie rechtzeitig und verstärkten damit den Crash.

Silberpreis Entwicklung und industrielle Verwendung von Silber



Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wird Silber verstärkt in der Medizintechnik, Raumfahrt, Elektroindustrie, für Autokatalysatoren, in der Elektronik, Optik und der chemischen Industrie eingesetzt, der Bedarf steigt ständig. Das führte spätestens ab 2000 zu einem Preisschub für Silber, dessen Rohproduktion inzwischen zu rund 50
Preisentwicklung von Silber
Die Entwicklung vom Silberpreis
Prozent industriell eingesetzt und zu etwa 40 Prozent verbraucht wird, denn viele der in Industrieprodukten eingesetzten Silberlegierungen sind nicht oder nur unter hohem Aufwand zu recyceln. Das betrifft auch Gold, beispielsweise gibt es Versuche, Gold- und Silberanteile aus den Leiterplatten von gebrauchten Handys wieder rückzugewinnen, doch das lohnt sich im Grunde nicht. Auch manches Silber in Schmuck (dünne Armreifen und ähnliche Schmuckstücke) ist kaum kostendeckend rückzugewinnen, dasselbe betrifft bei niedrigen Silberpreisen minderwertiges Tafelsilber, das beispielsweise in den 1970er Jahren kaum eine Scheideanstalt ankaufte. Doch das industriell eingesetzte Silber hat zweifellos den größten Anteil am Verbrauch, der den von Gold bei Weitem übersteigt (hier sind es höchstens 6 - 8%). Das ist eine Entwicklung der letzten 20 bis 40 Jahre, die eigentlich dazu führen müsste, dass sich der Silberpreis aktuell allmählich vom Goldpreis abkoppelt, und einige Experten erwarten das. Manche Preisentwicklungen von Silber in den 2000er Jahren liefen durchaus nicht sehr kongruent zum Gold, dieser Zustand könnte sich verstärken. Die Silberrallye und der nachfolgende Absturz ab dem Frühjahr 2011 fanden im Gold nicht auf diese Weise statt, die Silberkurse kreuzte sogar relativ den Goldkurs in seiner Entwicklung (September 2011), ein ganz und gar ungewöhnlicher Vorgang. Das könnte bedeuten, dass angesichts der Silberpreis Entwicklung und weiterer Faktoren die Anlage in Silbermünzen aktuell stark zu empfehlen ist, und die Märkte bestätigen diesen Trend schon, denn die Münzen werden seit dem Frühjahr 2013 nachgefragt wie nie.