Silberbarren



Silberbarren sind im Handel mit der
Silberbarren haben den Status Königsmetall
Silberbarren als Investition
19%-tigen Mehrwertsteuer beaufschlagt, es kann daher gerade bei kleineren Größen sinnvoller sein, die nur mit 7% Mehrwertsteuer versehenen Anlagemünzen in Silber zu kaufen. Auch weisen die kleinen Gewichte bei Silberbarren ein ganz unerhörtes Agio auf, das bis zu einem etwa 50-prozentigen Aufschlag auf den Spotpreis führen kann. Ein 20-Gramm-Silberbarren ist mehr oder weniger ein Fun-Artikel, keine Wertanlage. Diese beginnt frühestens beim 1-kg-Silberbarren, der sich als Investition anbietet, da er leicht aufzubewahren ist (12,2 x 5,5 x 1,55 cm) und nur noch mit einem verhältnismäßig geringen Agio beaufschlagt wird. Wie bei Goldbarren gibt es auch bei Silberbarren Unterschiede in der Herstellung je nach Gewicht. Kleinere Barren werden gestanzt, die größeren ab 250 Gramm gegossen. Bekannte Hersteller von Silberbarren sind Heraeus aus Deutschland, Umicore aus Belgien (in Deutschland durch die Allgemeine Gold- und Silberscheideanstalt vertreten), Ögussa aus Österreich und Pamp aus der Schweiz. Es gibt Silberbarren ab 20 Gramm und teilweise ab 10 Gramm, doch ist hier vom Kauf tatsächlich abzuraten. Ein einfacher Preisvergleich möge das aufzeigen: Der 20-Gramm-Barren kostet 14,67 Euro, der 15-Kilogramm-Barren 9.741 Euro. Der Preis des 20-Gramm-Barrens auf 15 Kilogramm hochgerechnet wären aber 11.002,50 Euro, was das enorme Agio beim 20-Gramm-Barren belegt (alle Preise am Sonntagabend, 16.06.2013).

Preise für Silberbarren (aktuelle Börsenkurse) vom 23.06.2017 um 21:59 Uhr



GewichtWert in Euro
1 Unze14,91
50 g23,97
100 g47,94
250 g119,85
500 g239,70
1 kg479,40
5 kg2.397,00
15 kg7.191,00
Der Silberpreis der verschiedenen Barren wird börsentäglich von 9:00 - 20:00 minütlich aktualisiert. Mit F5 können Sie die aktualisierten Kurse aufrufen - Alle Kurse ohne Gewähr.

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Der Silberbarren mit 20 Gramm wird zwar angeboten, aber aus den genannten Gründen wenig gekauft. Eine Anlagemünze von einer Unze Gewicht kostet manchmal etwas weniger, enthält aber ein Drittel mehr Silber. Auch sind Ein-Unzen-Gewichte bei Edelmetallinvestments ohnehin gängiger. Barren in dieser Größe werden geprägt angeboten, indem die Hersteller sie aus einem starken Silberblech ausstanzen, was teilweise an den Randgraten zu erkennen ist. In Deutschland werden auch diese Barren wenig nachgefragt, erst ab einem Kilogramm kaufen die Anleger Silberbarren zum Zweck der Kapitalanlage. Der erhöhte Mehrwertsteuersatz liefert hierfür den Hauptgrund, eine Anlagemünze mit nur 7% Mehrwertsteuer, die dazu noch viel schöner aussieht, wird zwangsläufig viel eher gekauft als ein Silberbarren. Wer dennoch Silberbarren sammeln möchte, kann zu Motivbarren greifen, die optisch etwas mehr hermachen.

Die 500 Gramm Silberbarren können in gegossener Form bezogen werden, sie sind leicht stapelbar, was manche Anleger zugreifen lässt. Diese sollten auf die LBMA-Zertifizierung achten (London Bullion Market), damit die Silberbarren später ohne Probleme wieder verkauft werden können, wenn der Silberpreis gestiegen ist. Aktuell kostet ein 500 Gramm Silberbarren ab 339 Euro, ein 15 Kg Barren wie erwähnt 9.741 Euro, womit der Aufschlag auf 500 Gramm Barren schon akzeptabel ausfällt. 15 Kilogramm Barren brachte Umicore erstmals 2009 auf den Markt, davor gab es zwischen 5 Kilogramm und 30 Kilogramm eine Lücke.

Investoren, die so tief in die Tasche greifen können, sollten durchaus zur Größe 15 Kilogramm greifen, wenn sie Silberbarren als physische Edelmetallanlage bevorzugen. Einige Händler haben inzwischen diese Größe im Programm, die für Großanleger und die Industrie geeignet ist. Es lohnt sich die Entwicklung des Silberpreis zu beobachten, um einen passenden zum Investment zu finden. Wer als Investor die höhere Mehrwertsteuer scheut, kann auch auf Masterboxen klassischer Silber-Anlagemünzen zurückgreifen, wie sie etwa für den Wiener Philharmoniker angeboten werden.

Silberbarren aus dem Königsmetall



Abseits von der reinen Wertanlage genießen die Silberbarren den Status als "Königsmetall", denn es handelt sich um das gleißendste Metall im Weltall, also den Stoff mit dem höchsten Absorptions- und Reflexionsvermögen für Licht. Spiegel werden daher rückseitig dünn mit Silber beschichtet. Auch die elektrische und thermische Leitfähigkeit sind unübertroffen, was den industriellen Einsatz so interessant macht. Silberbarren werden von der Industrie am stärksten nachgefragt.