Silberbesteck - Tafelsilber



Tafelsilber ist die Gesamtheit des Silbers, das auf die Tafel kommt, also auch das Silberbesteck. Daneben werden Essgeschirr aus Silber (vielfach Servierplatten, Schüsseln und Saucieren), dekorative Elemente wie Kandelaber und die Salat- und Tranchierbestecke aus Silber zum Tafelsilber gezählt. Alles, was aus Silber ist und auf den Tisch gehört, auch ein Kerzenleuchter, ist Tafelsilber. Diese Klassifikation hat den praktischen Hintergrund, dass Tafelsilber häufig eingesetzt, benutzt und damit schmutzig wird, es bedarf bestimmter Legierungen und muss gepflegt werden. Das sprichwörtliche Tafelsilber, das zuletzt versetzt wird, hat etwas damit zu tun, dass
Tefelsilber Wert - Silberbesteck Wert
Der Wert von Tafelsilber und Silberbesteck
Tafelsilber meist nicht die wertvollsten Legierungen aufweist. Es gehört zu den Gebrauchsgegenständen, wer es also verkaufen muss, versetzt das Letzte von Wert.

Geschichte des Tafelsilbers



Tafelsilber dürfte fast so alt wie Silberschmuck und Silbermünzen sein, alte Schätze und ein globales historisches Verständnis weisen darauf hin. Über Jahrtausende wendeten Gold- und Silberschmiede für die Herstellung von Tafelsilber die Techniken des Schmiedens und Treibens an, ab der Mitte des 19. Jahrhunderts kam das Sandformverfahren hinzu. Diese Silberwaren nennt man heute antikes Tafelsilber. Es wies bis ins frühe 20. Jahrhundert Legierungen von meist 800er oder 835er Silber auf, in älteren Punzierungen sind Lot angegeben, die teilweise noch niedrigere Legierungen bezeichnen. Versilbertes Tafelsilber in sehr geringen Legierungen - 90er, 100er, auch 60er und 40er Silber - sind eher eine Erfindung der Neuzeit, denn das Versilbern selbst ist relativ aufwendig. Solche kleinen Legierungen nehmen Scheideanstalten als Kiloware ab, wenn der Silberpreis nicht gar zu sehr fällt. Spätestens seit dem Mittelalter gilt Tafelsilber als Ausweis von Wohlstand, Blüten jener Zeit sind etwa das Augsburger Silber und das Hanauer Antiksilber.

Der Wert von Silberbesteck und Tafelsilber



Das Sprichwort, man solle das Tafelsilber nicht versetzen, hat etwas für sich. Dieses Silber ist selten so wertvoll, dass damit große Reichtümer zu erzielen sind, es hat aber einen ästhetischen und in Familien vielfach einen sehr emotionalen Wert. Beachten Sie hierbei bitte immer die Entwicklung des Silbercharts. Wenn es sich pflegen lässt und aus jüngeren Jahren stammt, also meist als Sterlingsilber oder 935er Silber legiert ist, lohnt sich das Aufbewahren, gelegentliche Putzen und Verwenden von Tafelsilber viel eher als das Versetzen wegen einer kleinen Finanzkrise im Haushalt.